Sprühende Ideen: Susanne Montoro zeigt Teile ihres «Optik-Design»-Werkes erstmalig im Pausini

Ein echter Geheimtipp in Tempelhof: Die Künstlerin Susanne Montoro präsentiert zum ersten Mal Teile ihres «Optik-Design»-Werkes in der Öffentlichkeit. Zu sehen sind die sprühenden Ideen der Airbrush-Künstlerin bis zum 31. Oktober im Café Pausini in der Kaiserin-Augusta-Straße 78.

Susanne Montoro begann schon Anfang der 90er Jahre, ihren speziellen Optik-Design-Stil zu entwickeln. «Aber erst jetzt scheint die Zeit reif dafür», so die Schweizerin, die seit 1991 in Berlin lebt und in Basel aufwuchs. 
  
Hinter dem Begriff «Optik-Design» verbirgt sich für den Betrachter ein verwirrendes Spiel von organischen Mikro-und technischen Makrostrukturen. Bilder, in denen der 37jährigen eine futuristisch anmutende Symbiose zwischen biologischer mit technischer Formensprache gelingt. 
Zu ihren Vorbildern zählt die Wahl-Berlinerin neben «Alien»-Schöpfer HR Giger, vor allem den Zeichner M.C. Escher und den Op-Art-Künstler Victor Vasarely. Und die Referenz an die Meister der Wahrnehmungsverschiebung und Raumillusionen spürt man als Betrachter nahezu körperlich: Die biomorphen Kunstwerke wirken wie eine Momentaufnahme eines dynamischen Prozesses. Der druckvolle Farbauftrag der Airbrush-Technik verstärkt bei den Kunstwerken den Eindruck eines immerwährendes Wandels. Faszinierende, flüchtige Strukturen, eine Synthese aus Biologie, Technik und Architektur auf der Suche nach ihrer eigenen Form. 

Voraussetzung für diese Kunstfertigkeit ist aber vor allem das Beherrschen des Handwerks selber – der Airbrush-Technik. Zu Auftraggebern von Susanne Montoro zählen u.a. der Sportwagenhersteller Ferrari, aber auch der Deutsche Bundestag. 
Ein Spezialgebiet von Susanne Montoro ist das kunstvolle Besprühen helmartiger Kopfbedeckungen. Darin hat sie schon in diversen Sportarten Kultstatus erreicht. Sei es, bei Motorradfahrern oder bei Eishockey-Spielern der Berlin Capitals.  

Sogar Hollywood wurde mittlerweile auf die Schweizerin mit spanischen Wurzeln aufmerksam. 2005 konnte sie ihre Kunstfertigkeit in der Warner Bros.-Produktion «V for Vendetta» unter Beweis stellen. In dem preisgekrönten Matrix-Nachfolger der Brüder Wachowski, kreierte sie die markante Porzellan-Maske von Hauptdarsteller Hugo Weaving. Zuletzt waren ihre besonderen Farbaufträge im Hollywood-Streifen «Speed Racer» zu sehen.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Café Pausini zu besichtigen! Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter www.montoro.de

 

 

Ausstellung «Optik Design Werke» von Susanne Montoro
Bis 31. Oktober 2009 im Café Pausini
Kaiserin-Augusta-Straße 78, 12103 Berlin, U-Bhf. Kaiserin-Augusta-Straße (U6)

Holger Wettingfeld